Besuch der KZ-Gedenkstätte Dachau 2025

Tief in unserem Schulkonzept verankert ist die Fahrt in die KZ-Gedenkstätte im bayerischen Dachau mit unseren 9. Realschulklassen, denn Besuche bei außerschulischen Lernorten vermitteln Inhalte aus dem Unterricht noch einmal viel näher als Texte, Bilder oder Videos. Dies gilt besonders für das Fach Geschichte.

Vom 13. bis 14. Februar gingen 106 Neuntklässler mit ihren Klassen- und Geschichtslehrern in diesem Jahr auf Gedenkstätten-Exkursion mit anschließender Übernachtung in München. Die Fahrt bot die Möglichkeit, sich intensiv mit der Geschichte des Nationalsozialismus auseinanderzusetzen und vor Ort ein bedeutendes Kapitel deutscher Vergangenheit zu erfahren, schließlich galt das KZ Dachau als Musterlager für alle anderen Konzentrationslager der Nationalsozialisten in den Jahren 1933 bis 1945.

Trotz herausfordernder Wetterbedingungen mit Schneeregen und kurzfristigen Sperrungen innerhalb der Gedenkstätte aufgrund des Besuchs des US-Vizepräsidenten J.D. Vance, der diesen Ort zur gleichen Zeit besuchen wollte wie wir, konnten unsere 9er viele Eindrücke sammeln. Besonders eindrucksvoll war die Führung von Museumspädagogen durch die Gedenkstätte, bei der die Schülerinnen und Schüler viel über das Leid der Häftlinge, die historischen Hintergründe und die Bedeutung des Erinnerns erfuhren. An dieser Stelle danken wir unserem Förderverein, der jedes Jahr die Kosten für diese Führungen vor Ort übernimmt.

Wir verließen Dachau am späten Nachmittag. Die anknüpfende Übernachtung in der Jugendherberge München-City lud dazu ein, über das Erlebte zu sprechen und Zeit mit seinen Mitschülern und den betreuenden Lehrkräften zu verbringen.

Vor der Rückfahrt nach Mannheim am nächsten Tag, stand noch ein Besuch des Königsplatzes München mit anschließender Erkundung der Innenstadt auf dem Programm. Dies stellte aufgrund der gleichzeitig stattfindenden Sicherheitskonferenz eine weitere logistische Herausforderung dar. Dennoch verlief die Reise reibungslos und die Klassen zeigten sich engagiert und interessiert. Die Schülerinnen und Schüler kehrten mit vielen neuen Erkenntnissen zurück und konnten wichtige historische und gesellschaftliche Impulse für die Zukunft mitnehmen.

Diese Exkursion war ein wertvoller Beitrag zur historisch-politischen Bildung und hat gezeigt, wie wichtig es ist, sich mit der Vergangenheit auseinanderzusetzen, um die Zukunft bewusst zu gestalten. Die Planungen für die Gedenkstättenfahrt im kommenden Schuljahr 2025/26 sind bereits in vollem Gange.

 (Beitrag von Jens Mattern)